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hymnus der stille


Wenn eine Wolke zu Regen wird, ängstigt sie das nicht, denn obwohl sie weiß, wie wundervoll es ist als Wolke am Himmel zu schweben, weiß sie auch, dass es ebenso wundervoll ist, als Regen auf die Felder und Meere herabzuprasseln. Darum ist der Moment, in dem eine Wolke zu Regen wird kein Moment des Todes sondern der Fortdauer.

In Wirklichkeit ist jeder Moment ein Moment des Fortbestehens. Du setzt das Leben in neuen Formen fort. Das ist alles.

GEBURT UND TOD SIND NUR TÜREN DURCH DIE WIR HINDURCHTRETEN -
HEILIGE SCHWELLEN AUF UNSERER REISE


Thich Nat Hanh



ich bin die stille
das unfassbare, unsagbare
die gefüllte leere
ich bin der urgrund des seins
der urklang, aus dem alles leben hervorgeht

ich bin die stille,
das unbegreifliche, unhörbare
das tosende schweigen
ich bin die quelle der inspiration
das feuer, das die fülle der töne entzündet

ich bin die stille
das unantastbare, unberührbare
die lautere, reine, makellose
ich bin der göttliche ort im menschen
der raum, in dem die seele zu sich selbst kommt
anselm grün

Reinkarnation

Gestorben bin ich als Stein und bin zur Pflanze geworden
Gestorben bin ich als Pflanze und wiedererschienen als Tier
Gestorben bin ich als Tier und bin zum Menschen geworden
Was sollte ich denn also fürchten?
Wann verlor ich je durch den Tod?
Nächstes Mal sterbe ich als Mensch,
auf dass ihm wachsen die Schwingen der Engel
Doch selbst vom Engel noch muss ich weitergehen
Alle Dinge werden vergehen, doch nicht sein Angesicht
Noch einmal erheb ich mich über die Engel
Ich werde das, was unvorstellbar ist
Dann lass mich werden nichts, nichts,
denn Harfenklänge riefen mir zu:
„Wahrlich, zu ihm gehen wir zurück…“
Rumi

Goldene Gedanken

Denke so, als sei jeder deiner Gedanken
in leuchtender Schrift am Himmel angeschrieben,
für alle sichtbar.
So könnte es wirklich sein.
Sprich so, als wenn die ganze Welt nichts anderes wäre,
als ein einziges großes Ohr, das nur dazu da ist zu hören,
was du sagst.
So könnte es wirklich sein.
Handle so, als würde jede Tat
sich oberhalb deines Kopfes ansammeln
und irgendwann wieder auf dich herabregnen.
So könnte es wirklich sein.
Mache deine Wünsche so, als wärest du der Wunsch.
So könnte es wirklich sein.
Lebe so, als wenn Gott selbst deiner bedürfte,
um sein Leben durch dich zu leben.
So könnte es wirklich sein.
Verfasser unbekannt

Der Elefant oder

...die dünnen Fesseln der Gewohnheit

Einem Dompteur gelingt es , einen Elefanten mit einem ganz einfachen Trick zu beherrschen:
Er bindet das Elefantenkind mit einem Fuß an einen großen Baumstamm.
Sosehr es sich auch wehrt, es kann sich nicht befreien. Ganz allmählich gewöhnt es sich
daran, dass der Baumstamm stärker ist als es selbst.

Wenn der Elefant erwachsen ist und ungeheure Kräfte besitzt, braucht man nur eine Schnur an
seinem Bein zu befestigen und ihn an einen Zweig anzubinden, und er wird nicht versuchen,
sich zu befreien. Denn er erinnert sich daran, dass er diesen Versuch unzählige Male
vergebens unternommen hat.

Wie bei den Elefanten stecken auch unsere Füße nur in einer dünnen Schlinge. Doch da wir
von Kindesbeinen an die Macht eines Baumstammes gewohnt sind, wagen wir nicht, uns zu
wehren.Und vergessen darüber, dass es nur einer mutigen Tat bedarf, um unsere Freiheit zu erlangen.
Paulo Coelho

Traum

Du hast das Recht, dich selbst nicht zu verstehen
und auch nicht verstehen zu müssen.
Es gibt Momente,
in denen du deine Motive nicht kennst,
in denen du nicht klar sein kannst,
oder nicht weißt, was du willst.
Du hast das Recht,
dich nicht zu verstehen.
In dir sind weite Welten,
unbewusste Landschaften,
die noch im Dunkel liegen,
und sie ans Licht zerren
wäre eine Respektlosigkeit vor dir selbst.
Ihre Zeit wird kommen.
Du wirst sie dann leuchten sehen,
und sie werden verständlich sein.

Wenn du träumst,
träumst du in Bildern.
Für die Bilder gibt es keine Worte,
die ihnen eindeutig entsprechen.
Deine Seele lebt in Bildern,
die nur dann zu Landschaften werden,
die du dann bewohnen kannst,
wenn du sie ernst nimmst.

Du hast das Recht,
vor dem Geheimnis,
das du bist, zu stehen
und es ehrfürchtig auszuhalten.
So nimmst du dich ernst,
gerade da,
wo du dich noch nicht verstehst.
Mit Ehrerbietung begegnest du dem in dir,
was im Laufe der Zeit Wirklichkeit werden wird.
Vergiss nicht, dass deine Seele unendlich ist,
und du ewig bist.
Was noch in dir werden will,
wird von der Anziehungskraft Gottes gesteuert.
Ulrich Schaffer

Die Seele zittert vor der Leere…..

Wir wollen alle geliebt werden.
Werden wir nicht geliebt,
wollen wir bewundert werden.
Werden wir nicht bewundert,
wollen wir gefürchtet werden.
Werden wir nicht gefürchtet,
wollen wir gehasst und missachtet werden.
Wir wollen ein Gefühl
in unseren Mitmenschen auslösen,
ganz gleich, um welches es sich
dabei auch handeln mag.
Die Seele zittert vor der Leere
und sucht Kontakt
um jeden Preis.
Hjalmar Söderberg

Die 3 Siebe des Weisen

Zum weisen Sokrates kam einer gelaufen und sagte: "Höre, Sokrates, das
muss ich dir erzählen!"
"Halte ein!" unterbracht ihn der Weise, "hast du das, was du mir sagen
willst, durch die drei Siebe gesiebt?"
"Drei Siebe?", fragte der andere voller Verwunderung.
"Ja, guter Freund! Lass sehen, ob das, was du mir sagen willst, durch die
drei Siebe hindurchgeht:

Das erste ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst,
geprüft, ob es wahr ist?"
"Nein, ich hörte es erzählen und ..."
"So, so! Aber sicher hast du es im zweiten Sieb geprüft. Es ist das Sieb
der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst gut?"
Zögernd sagte der andere: "Nein, im Gegenteil ..."
"Hmmm", unterbrach ihn der Weise, "so lasst uns auch das dritte Sieb noch
anwenden. Die Notwendigkeit. Ist es notwendig, dass du mir das erzählst?"
"Notwendig nun gerade nicht ...."

"Also, sagte lächelnd der Weise, "wenn es weder wahr noch gut noch
notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht
damit."
Überliefert


Om Asato ma Satgamaya
Tamaso ma Jyotir gamaya
Mrityor ma Amritam gamaya

( aus den Upanishaden)

Führe mich
vom Unwirklichen
zur Wirklichkeit!
Führe mich
aus der Finsternis zum Licht!
Führe mich
vom Tod zur Unsterblichkeit!